7 Fakten, die du über Federweißer wissen solltest!

Endlich ist es soweit. Die Weinlese steht an. Und Weinlese-Zeit bedeutet Federweißer-Zeit. Doch was ist Federweißer überhaupt? Hier erfährst du die 7 wichtigsten Fakten, die du über Federweißer wissen musst.

 


1. Federweißer ist noch gärender Wein

 

Federweißer entsteht, wie jeder andere Wein auch, zunächst aus frischen Trauben. Direkt nach der Lese kommen sie in unserem Weingut auf die Presse. Durch die natürlichen oder (zugesetzten) Hefen im Traubensaft beginnt der Gärprozess. Dabei wird der in den Beeren enthaltene Zucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Bis jetzt also alles wie bei einem „normalen“ Wein.

 

Was aber den Unterschied macht, ist, dass die Gärung beim Federweißer noch nicht abgeschlossen ist. Dieses frühe Stadium des Weines ist gleichzeitig auch der Grund für einen deutlich niedrigeren Alkoholgehalt als bei fertigem Wein. Aber Vorsicht: auch zu viel Federweißer ist keine gute Idee!

 

Außerdem kennzeichnet die milchig weiße Farbe den Federweißer, die auf eine unfiltrierte Abfüllung zurückzuführen ist.

 

2. Viele Namen, ein Getränk

 

Federweißer, Bremser, Neuer Wein, Sauser, Sturm - Der noch gärende Most hat je nach Region unterschiedliche Namen, die alle ein und dasselbe Getränk meinen. In Österreich heißt er Sturm, in Teilen Deutschlands Sauser oder Bremser. Manche bezeichnen ihn auch als „neuen Wein“. Auch das hat seinen Grund, denn der „neue Wein“ ist der erste Wein des neuen Jahrgangs, wenn auch noch kein fertiger.

 

 

Bei uns in Franken heißt es: Federweißer. Der Begriff kommt von den winzigen Hefeteilchen, die durch die Kohlensäure aufgewirbelt werden und quasi wie Federn im Wein tanzen. Ist das nicht eine schöne Lautmalerei? Denk doch das nächste Mal daran wenn du ein Glas Federweißer trinkst.

 

3. Weiß, Rot und Rosé

 

Rot, weiß und rosé – das sind die Farben, wenn man von Wein spricht. Und was bei Wein geht, das geht auch bei Federweißer. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei Federweißer um einen weißen Most. Analog dazu gibt es aber auch Federroten. Bei uns im Weingut gibt es diesen aber erst ein paar Wochen nach dem Federweißer, da wir unsere roten Trauben etwas länger reifen lassen.

 

Immer mehr Betriebe wagen noch mehr und bieten während dem Herbst sogar einen Federrotling, das heißt eine Mischung aus Weiß- und Rotweintrauben, an.

 

Probier dich doch einfach mal durch und finde deinen Feder-Favoriten!

 

4. Die Federweißer-Zeit ist begrenzt

 

Wer Federweißer liebt, der muss auf die richtige Zeit im Jahr warten. Denn Federweißer kann man nur ein paar wenige Wochen im Jahr herstellen. Da es sich dabei um frisch gepressten Most handelt, der gerade am Anfang der Gärung steht, ist die Federweißer-Zeit automatisch mit der Weinlesezeit gleichzusetzen.

 

Leider lässt sich aber auch für die Weinlese pauschal kein Datum festlegen. Hierfür ist das Wetter über das ganze Jahr und vor allem im Sommer entscheidend. In diesem Jahr rechnen wir mit einer Weinlese Mitte/Ende September, die bis Mitte Oktober andauert. Das heißt, in diesem Zeitraum gibt es bei uns im Weingut leckeren und immer wieder frischen Federweißer.

5. Vorsicht: Gärgase! // Fedeweißer immer stehend lagern

 

Hier die wohl wichtigste Info für alle Federweißer-Liebhaber: Nachdem die Gärung bei dem Federweißer noch nicht abgeschlossen ist, gärt der Most in der Flasche weiter. Dadurch entsteht immer wieder neues Kohlendioxid, das entweichen muss.

 

Deshalb hat jedes Behältnis, das du von uns mit Federweißer gefüllt bekommst, ein Loch im Deckel. Das schützt die Flasche oder den Kanister davor zu platzen. Nun musst du nur noch daran denken, Federweißer immer stehend zu lagern, denn durch so ein Loch passt erstaunlich viel Federweißer.

 

6. Beim Geschmack hast du Mitspracherecht!

 

Hast du dir nicht auch schon einmal gewünscht, du könntest entscheiden wie süß oder trocken ein Wein sein soll? Beim Federweißer geht das - zumindest ein Stück weit. Zunächst einmal hast du bereits bei uns im Weingut die Wahl. Nachdem wir den Federweißer immer frisch machen, können wir dir meistens einen „süßeren“ und einen „weiteren“ Federweißer anbieten.

 

Da der Federweißer noch nicht fertig vergorener Wein ist, wird er sich bei dir Zuhause nach und nach weiter entwickeln, die Süße wird immer mehr verschwinden. Wenn du den Federweißer also gerne noch etwas länger „süß“ haben möchtest, kannst du ihn in den Kühlschrank packen. Hier wird durch die Kälte die Gärung verlangsamt. Anders herum das gleiche Spiel: Ist der Wein zu süß, lasse ihn an einem warmen Ort stehen und er wird herber.

 

7. Federweißer liebt Zwiebelkuchen

 

Kein Federweißer ohne Zwiebelkuchen! Das perfekte Essen zu dem frischen Most ist ein typisch fränkischer Zwiebelkuchen, der am besten noch warm serviert wird. Ich bin mir sicher: Da kann keiner Widerstehen. Aber generell eignet sich der Federweißer mit seinem leicht süßlichen Aroma perfekt für eine schöne deftige Brotzeit mit viel Wurst und Käse.

 

Mit diesen Infos in der Tasche kannst du beim nächsten Federweißerabend mit deinen Freunden glänzen! Cheers!

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